Warum Insektenschutz von Anfang an in die Bauplanung gehört

Planungsgrundlagen, Einbautiefen, Auswahlmatrix und Checklisten für Neubau, Umbau und Sanierung in der Schweiz – für Bauherren, Architekten und Planer.

Insektenschutzgitter gehören heute zu jedem modernen Wohnhaus – werden in der Bauplanung aber oft erst berücksichtigt, wenn Fenster, Storen und Fassade längst montiert sind. Das Ergebnis: eingeschränkte Systemwahl, unschöne Kompromisse und Konflikte mit bereits verbauten Elementen wie Storenkästen, Führungsschienen oder Absturzsicherungen.

Unser kostenloser Ratgeber zeigt Bauherren und Architekten, wie sich Insektenschutz von Anfang an sauber in die Bau- und Ausführungsplanung integrieren lässt – mit konkreten Massen, Schnittstellen zu anderen Gewerken und einer Entscheidungshilfe für jede Einbausituation. Alle technischen Angaben basieren auf dem System Neher, das in der Schweiz von Smart Insektenschutz / Swiss-Trade GmbH vertrieben und beraten wird. Die Montage erfolgt über lokale Fachpartner.

Ratgeber «Insektenschutz richtig planen – für Bauherren und Architekten»
27 Seiten · PDF · kostenlos · ohne Registrierung · Ausgabe 2026

Der Ratgeber bietet Ihnen:

  • Technische Planungsgrundlagen für Architekten: Schnittstellen zu Fenster-, Storen- und Fassadenbau, Einbautiefen und Masse im Überblick, wichtige Hinweise zu Absturzsicherung, Fluchtwegen und Brandschutz
  • Eine Entscheidungshilfe mit Auswahlmatrix, um für jede Einbausituation das passende System zu finden
  • Praxiswissen zu Neubau und Umbau/Sanierung, inklusive der jeweiligen Herausforderungen und Lösungen
  • Ausführliche Produktsteckbriefe mit technischen Daten zu Spannrahmen, Rollos, Plissees, Schiebeanlagen, Dachfensterlösungen und mehr
  • Separate Checklisten für Bauherren und für Architekten/Planer, die Sie direkt in Ihr Projekt übernehmen können
Ratgeber jetzt herunterladen (PDF) Jetzt kostenlos herunterladen und Insektenschutz von Beginn an richtig mitplanen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Insektenschutz ist ein Nachlaufgewerk: Er wird praktisch immer erst nach Fenster, Storen und Fassade montiert – hängt aber massgeblich von deren Ausführung ab.
  • Je nach System werden 12 bis 55 mm Einbautiefe benötigt (Elektrorollo-Kassette ca. 100 mm); das kompakteste System für grosse Öffnungen ist das Plissee PL2 mit nur 22 mm.
  • Das definitive Aufmass ist erst nach Fassaden- und Storenmontage möglich – planen Sie es als eigenen Meilenstein ein.
  • Fenster und Türen mit Rettungswegfunktion dürfen nur mit werkzeuglos und rasch zu öffnenden Systemen ausgerüstet werden.
  • Für Architekten stehen Ausschreibungstexte sowie CAD-Daten (DXF und DWG) zur Verfügung – auf Anfrage über Smart Insektenschutz.

Wann stehen die Masse fest? Der Planungsprozess im Bauablauf

Ein häufiger Grund, weshalb Insektenschutz spät oder gar nicht befriedigend gelöst wird, ist eine falsche Erwartung an den Zeitpunkt der Massaufnahme. Die folgende Übersicht zeigt, in welcher Bauphase welche Entscheidungen sinnvoll getroffen werden können.

BauphaseWas jetzt geklärt werden sollteWas noch nicht feststeht
Vorprojekt / BauprojektGrundsatzentscheid: Welche Fenster/Türen erhalten Insektenschutz? Welche Systemfamilie (fest, beweglich, elektrisch)? Budget grob festlegen.Exakte Fertigmasse, Fassadendetails, Storentyp
Ausführungsplanung / AusschreibungKoordination mit Fenster-, Storen- und Fassadenplaner; Schnittstellen und Einbautiefen einplanen; Ausschreibungstexte einholen.Endgültige Rohbau- und Fenstermasse
Rohbau / FenstermontageKontrolle, ob geplante Freiräume (Sturz, Bankett, Blendrahmen) eingehalten wurden.Fertige Fassadenoberfläche, Storenmontage
Fassadenfertigstellung / StorenmontageErst jetzt: definitives Aufmass der Insektenschutzgitter durch den Fachbetrieb vor Ort.—
Fertigstellung / BezugMontage der Insektenschutzgitter, Einweisung in Bedienung, Übergabe an die Bauherrschaft.—
Hinweis für Architekten: Planen Sie die Massaufnahme für Insektenschutz explizit als eigenen Meilenstein nach Fassaden- und Storenmontage ein – nicht als Nebenaufgabe der Fenstermontage. So vermeiden Sie Terminkonflikte und doppelte Anfahrten.

Einbautiefen und Maximalgrössen im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die für die Vordimensionierung relevanten Grössenordnungen zusammen. Massgebend sind stets die aktuellen Masszeichnungen des Systemanbieters.

SystemEinbautiefe / PlatzbedarfMaximale Grösse (ca.)
Spannrahmenca. 12–20 mm in der Falztiefeeinzelfensterabhängig; über 200 Rahmenvarianten für nahezu jedes Fenster
Rollo (manuell)Kassette 40–49 mm, seitliche Führungsschienen zusätzlichFenster und Balkontüren bis 2 m Breite
Elektrorollo ER2 (Zip-Technologie)Kassette 100 mm, zusätzlich Elektroanschlussbis 5 m Breite × 4 m Höhe
Drehrahmen / PendelfensterRahmenprofil ca. 15–20 mm, zusätzlich Schwenkbereichfensterflügelabhängig
Pendeltür (ein-/zweiflügelig)Rahmenprofil, zusätzlich Schwenkbereich bis 1,30 mbis 1,30 m Breite pro Flügel / 2,60 m gesamt
SchiebeanlageOber- und Unterschiene, seitliches Parkfeld für alle Flügelbis 7,5 m Breite × 3,5 m Höhe, 1–4 Schiebeflügel
Plissee PL2nur 22 mm Einbautiefe – ideal bei knappem Platzeinflügelig bis 3 m Breite × 3 m Höhe
Plissee PL2/25 (zweiflügelig)wie PL2, Magnetprofil in der Mittebis 5 m Gesamtbreite × 3 m Höhe, asymmetrisch teilbar
Dachfensterrollo / «Two in One»Montage im Fensterfutter oder auf der Wand, je nach Öffnungsrichtungbis 1,4 m Breite und Höhe
Lichtschachtabdeckung (LiSA, RESi, ELSA, TERRESA)modellabhängigmodellabhängig
Planungsreserve: Reservieren Sie im Blendrahmen- bzw. Fensterbankbereich grundsätzlich mindestens 25–30 mm Zusatztiefe, wenn eine spätere Nachrüstung mit Rollo- oder Plissee-Systemen nicht ausgeschlossen werden soll. Bei Hebeschiebetüren lohnt sich eine frühzeitige Reservierung von Parkfeld-Breite für Schiebeanlagen.

Schnittstellen zu anderen Gewerken

Insektenschutz ist ein Nachlaufgewerk – die folgenden Schnittstellen entscheiden, welche Systeme überhaupt montierbar sind:

  • Fensterbau: Öffnungsrichtung (innen/aussen), Blendrahmenprofil und Falztiefe bestimmen, ob Spannrahmen, Drehrahmen oder Rollo montierbar sind.
  • Storenbau: Führungsschienen von Lamellenstoren oder Rollläden benötigen häufig denselben Einbauraum wie Insektenschutz-Kassetten. Reihenfolge (zuerst Storenschiene, dann Insektenschutzprofil) verbindlich festlegen.
  • Fassadenbau: Bei gedämmten und hinterlüfteten Fassaden (z. B. Minergie) verschiebt sich die Fensterebene – das verändert die verfügbare Einbautiefe. Befestigungen dürfen Luftdichtigkeit und Dampfbremse nicht beeinträchtigen.
  • Metallbau / Geländerbau: Aussenliegende Absturzsicherungen können den Bewegungsraum von Dreh- und Pendelsystemen einschränken oder eine Spannrahmen-Montage ganz verhindern.
  • Elektroplanung: Elektrorollos benötigen eine 230-V-Zuleitung und ggf. Smart-Home-Einbindung – als eigene Position einplanen.

Absturzsicherung, Fluchtwege und Brandschutz

Ein in der Praxis oft unterschätzter Aspekt ist das Zusammenspiel von Insektenschutz mit Öffnungen, die als zweiter Rettungsweg oder Feuerwehrangriffsweg dienen:

  • Zweiter Rettungsweg / Fluchtfenster: Das Insektenschutzsystem muss im Notfall ohne Werkzeug und ohne relevanten Zeitverlust vollständig geöffnet oder entfernt werden können. Fest verschraubte Systeme sind ungeeignet; Klapp-, Dreh- oder Magnetsysteme mit werkzeugloser Schnellentriegelung sind vorzuziehen.
  • Feuerwehrangriffswege: Kunststoffgewebe kann in Flammennähe schmelzen, Metallgewebe muss unter Umständen mit Werkzeug durchtrennt werden – ein Zeitverlust, der im Ernstfall kritisch ist.
  • Lichtschachtabdeckungen auf Kellerschächten können den Rauchabzug reduzieren – abklären, welche Schächte im Brandfall als Rauchabzug dienen.
  • Vorgehen: Für jede Öffnung mit Rettungswegfunktion frühzeitig mit Brandschutzbehörde bzw. Brandschutzplaner klären, ob und welcher Systemtyp zulässig ist – und das Ergebnis schriftlich im Brandschutzdossier festhalten.
Diese Hinweise ersetzen keine verbindliche Brandschutzplanung. Massgebend sind die kantonalen Brandschutzvorschriften (VKF) sowie das konkrete Brandschutzkonzept des Bauprojekts.

Entscheidungshilfe: Welches Insektenschutzsystem für welche Einbausituation?

EinbausituationEmpfohlene SystemeEigenschaften
Kleines/mittleres Fenster, selten geöffnetSpannrahmenGünstig, über 200 Varianten, leicht demontierbar, kein Elektroanschluss, ohne Bohren möglich
Fenster, häufig geöffnet (Küche, Kinderzimmer)Rollo, DrehrahmenKomfortabel, schnell auf- und zuzuziehen bzw. aufzuschwenken
Balkon-/Terrassentür, normale GrössePendeltür, PlisseePendeltür: freihändig begehbar, selbstschliessend; Plissee: stufenlos, rollstuhlgängig
Grosse Terrassen-/HebeschiebetürSchiebeanlage, Plissee, ElektrorolloFür Öffnungen bis 7,5 m (Schiebeanlage) bzw. 5 m (Plissee/Elektrorollo)
Sehr geringe Einbautiefe (≤ 25 mm)Plissee PL2 (22 mm)Kompaktestes System im Sortiment für grosse Öffnungen
DachfensterDachfensterrollo, «Two in One»Kombination mit Sonnenschutz möglich; kompatibel mit Velux, Roto, Braas
Lichtschacht / KellerfensterLiSA, RESi, ELSA, TERRESAJe nach Anforderung begehbar, befahrbar oder wasserableitend
Fenster/Tür mit RettungswegfunktionDrehrahmen, Pendeltür, Klapp-/MagnetsystemeWerkzeuglose Schnellöffnung erforderlich
Nachträglicher Einbau ohne BohrenSpannrahmenGeeignet für viele, aber nicht alle Fenstertypen

Komfortstufen: Einstieg = Spannrahmen (manuell ein-/ausbauen) · Standard = Rollo, Drehrahmen, Pendeltür, Plissee · Hoher Komfort = Plissee, Schiebeanlage, Dachfenster-Kombisystem · Höchster Komfort/Automatisierung = Elektrorollo ER2 mit Fernbedienung und Smart-Home-Anbindung.

Neubau versus Umbau und Sanierung

Neubau: Chancen der frühen Integration

  • Freie Systemwahl, keine Rücksicht auf bestehende Bauteile
  • Einbautiefen bereits in der Fensterausschreibung berücksichtigen (z. B. Zusatzfalz für Rollo-Kassetten)
  • Rahmenfarbe nach NCS, IGP oder RAL von Anfang an auf Fassade und Fenster abstimmen
  • Elektrorollos mit Leerrohren und Steuerungslogik in der Elektroplanung vorsehen

Umbau und Sanierung: Herausforderungen

  • Fensterprofile ohne Falzraum: passende Spannrahmen-Variante aus über 200 Rahmentypen wählen
  • Bereits montierte Storenkästen/Führungsschienen: Vor-Ort-Aufmass klärt, welche Systeme noch passen
  • Denkmalgeschützte Fassaden: unauffällige, farblich angepasste Profile und Gewebe
  • Kein Bohren möglich (Mietwohnung, Stuckaturen): Klemm- bzw. Spannrahmen ohne Bohrungen

Spezialfall Fenstertausch: Wird im Rahmen einer Sanierung ohnehin ein Fenstertausch vorgenommen, kann Insektenschutz wie im Neubau von Anfang an mitgeplant werden – inklusive Kombinationslösungen wie «Two in One» bei Dachfenstern oder Elektrorollo bei grossen Fensterelementen. Sprechen Sie diesen Punkt aktiv mit dem Fenster- und Storenbauer an.

Gewebearten und Pollenschutz: Zahlen und Fakten

Das Gewebe ist das Herzstück jedes Insektenschutzgitters. Wichtig zu wissen: Weisses Gewebe hat die schlechteste Durchsicht, da es das Licht am stärksten reflektiert – anthrazit oder schwarz bietet die freieste Sicht nach draussen.

GewebeTechnische DatenTypischer Einsatz
Fiberglasgewebe (Standard, FA/FG)Maschenweite 1,41 × 1,58 mm, offene Fläche 60 %, reissfest, witterungsbeständigStandardlösung für die meisten Fenster und Türen
TranspatecFadendurchmesser nur 0,13 mm, Maschenweite 1,27 × 1,34 mm, offene Fläche 80 %, schmutzabweisendHöchster Anspruch an Durchsicht, Licht- und Luftdurchlässigkeit (Wohnräume, Bad, Pendeltüren)
Transpatec Feinmaschgewebe TFPMaschenweite 1,27 × 0,56 mm, offene Fläche 65 %, ca. 51–66 % Pollenschutz je PollenartPollenschutz mit weiterhin hoher Durchsicht
Transpatec Feinmaschgewebe TFMUltrafeine Maschen 0,7 × 0,7 mmSchutz auch vor sehr kleinen Insekten wie Fruchtfliegen
Polltec (Pollenschutzgewebe)Maschenweite 1,37 × 0,41 mm, pollenbindende Beschichtung; labortechnisch ermittelte Schutzwirkung: Gräserpollen ca. 88 %, Birkenpollen ca. 84 %, Ambrosia ca. 76 %Spezialgewebe für Allergiker
Polyester / Katzengewebe (PA)7-fach verstärkt, kratzfest, Maschenweite 1,49 × 2,54 mm, offene Fläche 36 %Haushalte mit Katzen und Hunden
Aluminiumgewebe (AA)Offene Fläche 68 %, hohe Festigkeit, druckempfindlichSelten berührte Bereiche, Keller, Abstellräume
Edelstahlgewebe V4A / V2AKorrosionsbeständig, sehr robust, wahlweise pulverbeschichtetLebensmittelverarbeitung, Küchen, Lichtschachtabdeckungen
Aluminium-StreckmetallLastabtragend, begehbarStark frequentierte Lichtschächte

Eine ausführliche Übersicht finden Sie auf unserer Seite Gewebearten. Rahmenelemente sind in Sonderfarben nach NCS, IGP und RAL erhältlich – bei fassadenbündiger Gestaltung empfiehlt es sich, die Rahmenfarbe bereits im Fassadenmusterplan zu definieren.

Für Architekten und Planer: Ausschreibung, CAD-Daten und Checkliste

Für die Ausführungsplanung und Ausschreibung stellen wir Architekten und Planern auf Anfrage folgende Unterlagen zur Verfügung:

  • Ausschreibungstexte je Produktkategorie (Spannrahmen, Dreh- und Pendelsysteme, Schiebeanlagen, Rollos, Elektrorollos, Plissees, Lichtschachtabdeckungen) inklusive gängiger Varianten
  • Produktregister und Katalogunterlagen im PDF-Format für die Vorprojekt- und Bauprojektphase (Neher Masterkatalog)
  • CAD-Daten als DXF und DWG (Profilbibliothek und Variantenzeichnungen) für die direkte Übernahme in Werkpläne und Details, inklusive PDF-Profilübersicht
  • Sonderauftragsformulare für Dachschrägen, Rundbogenfenster, Trapezformen und andere Sonderformen (längere Vorlaufzeit einplanen)

Checkliste Architekten/Planer (Kurzfassung): Insektenschutz als eigene Position in der Ausschreibung? Schnittstellen zu Fenster-, Storen-, Fassaden- und Metallbau geklärt? Einbautiefen im Blendrahmen-/Fensterbankbereich eingeplant? Rettungsweg-Öffnungen mit Brandschutzplaner geprüft und dokumentiert? DXF- oder DWG-Daten angefordert? Massaufnahme als eigener Termin nach Fassaden- und Storenfertigstellung im Bauprogramm? Sonderformen mit längerer Vorlaufzeit berücksichtigt? Elektroplanung für elektrische Systeme abgestimmt? – Die vollständigen Checklisten für Bauherren und Architekten finden Sie im Ratgeber (Kapitel 12 und 13).

Checkliste für Bauherren (Kurzfassung)

  • Habe ich mit meinem Architekten frühzeitig (Vorprojekt-/Bauprojektphase) über Insektenschutz gesprochen?
  • Ist für jede relevante Öffnung (Fenster, Balkon-/Terrassentür, Dachfenster, Lichtschacht) die gewünschte Funktionalität geklärt (fix, beweglich, elektrisch)?
  • Sind besondere Nutzeranforderungen berücksichtigt (Kinder, Haustiere, Allergien, eingeschränkte Mobilität)?
  • Ist bekannt, dass die definitiven Masse erst nach Fassaden- und Storenmontage aufgenommen werden können?
  • Wurde die Gewebeart (Transpatec, Pollenschutz, Katzengewebe, Edelstahl) und die Rahmenfarbe festgelegt?
  • Ist die Montage durch einen Fachbetrieb organisiert und ein Pflegeplan vorgesehen?

Alle Details, Tabellen, Produktsteckbriefe und Checklisten im vollständigen Ratgeber
27 Seiten · PDF · kostenlos · Ausgabe 2026

Ratgeber herunterladen (PDF) Fragen zur Planung, Ausschreibungstexte oder CAD-Daten (DXF und DWG)? Offerte anfragen · Kontakt aufnehmen · Tel. +41 71 571 20 55 · [email protected]

Für Fachpartner und Fachhändler: Ratgeber auf Ihrer Website nutzen

Sie sind Fensterbauer, Storenbauer, Schreiner oder Fachhändler? Verlinken Sie diesen Ratgeber auf Ihrer Website oder stellen Sie das PDF Ihren Kunden und Architekten zur Verfügung – so bieten Sie Bauherren und Planern einen konkreten Mehrwert in der frühen Projektphase. Smart Insektenschutz koordiniert die Montage über ein Netz lokaler Fachberater und Montagepartner in der gesamten Schweiz. Mehr zum Fachpartner-Programm · Händleranfrage

Häufige Fragen zur Planung von Insektenschutz

Wann sollte Insektenschutz im Bauprojekt geplant werden?

Idealerweise bereits in der Vorprojekt- oder Bauprojektphase: Dort wird entschieden, welche Fenster und Türen Insektenschutz erhalten und welche Systemfamilie (fest, beweglich, elektrisch) gewünscht ist. Einbautiefen und Schnittstellen zu Fenster-, Storen- und Fassadenbau werden in der Ausführungsplanung und Ausschreibung eingeplant. Das definitive Aufmass erfolgt erst nach Fassaden- und Storenmontage.

Wie viel Einbautiefe benötigt ein Insektenschutzgitter?

Je nach System zwischen 12 und 55 mm: Spannrahmen ca. 12–20 mm in der Falztiefe, manuelle Rollos eine Kassette von 40–49 mm, Plissee PL2 nur 22 mm. Elektrorollos (ER2) benötigen mit ca. 100 mm Kassette deutlich mehr Platz. Als Planungsreserve empfehlen wir im Blendrahmen- bzw. Fensterbankbereich mindestens 25–30 mm Zusatztiefe.

Warum können die Masse für Insektenschutzgitter erst so spät aufgenommen werden?

Insektenschutz ist ein Nachlaufgewerk: Die exakten Fertigmasse hängen von der fertigen Fassadenoberfläche, den montierten Fenstern und den Storenschienen ab. Erst wenn diese Gewerke abgeschlossen sind, kann der Fachbetrieb das definitive Aufmass vor Ort vornehmen. Planen Sie diesen Termin als eigenen Meilenstein im Bauprogramm ein.

Welches Insektenschutzsystem eignet sich für grosse Hebeschiebetüren?

Für Öffnungen bis 7,5 m Breite und 3,5 m Höhe eignen sich Schiebeanlagen mit 1–4 Flügeln, sofern seitlich ein Parkfeld für die Flügel vorhanden ist. Alternativ kommen Plissee-Systeme (PL2 einflügelig bis 3 m × 3 m, PL2/25 zweiflügelig bis 5 m × 3 m) oder das Elektrorollo ER2 (bis 5 m Breite × 4 m Höhe) in Frage – Plissees auch bei sehr knapper Einbautiefe von nur 22 mm.

Was ist bei Fluchtfenstern und Rettungswegen zu beachten?

Dient ein Fenster oder eine Balkontür als zweiter Rettungsweg oder Feuerwehrangriffsweg, muss das Insektenschutzsystem im Notfall ohne Werkzeug und ohne relevanten Zeitverlust vollständig geöffnet oder entfernt werden können. Fest verschraubte Systeme sind ungeeignet; Klapp-, Dreh- oder Magnetsysteme mit werkzeugloser Schnellentriegelung sind vorzuziehen. Klären Sie die Zulässigkeit mit dem Brandschutzplaner und dokumentieren Sie das Ergebnis im Brandschutzdossier. Massgebend sind die kantonalen Brandschutzvorschriften (VKF).

Welches Gewebe schützt Allergiker am besten vor Pollen?

Das Pollenschutzgewebe Polltec erreicht labortechnisch ermittelte Schutzwirkungen von ca. 88 % bei Gräserpollen, ca. 84 % bei Birkenpollen und ca. 76 % bei Ambrosia-Pollen. Das feinmaschige Transpatec-Gewebe TFP bietet mit rund 51–66 % je Pollenart eine Alternative mit höherer Durchsicht und Luftdurchlässigkeit.

Kann Insektenschutz nachträglich ohne Bohren montiert werden?

Ja, Spannrahmen werden in der Regel ohne Bohren mittels Einhängewinkel am Fensterrahmen befestigt und lassen sich saisonal leicht ein- und ausbauen. Mit über 200 Rahmenvarianten gibt es für fast alle Fenstertypen eine passende Lösung – auch für Mietwohnungen oder denkmalgeschützte Fassaden. Bereits montierte Storenkästen, Führungsschienen oder Absturzsicherungen können die Montage jedoch einschränken; ein Vor-Ort-Aufmass klärt, welche Systeme noch passen.

Welche Planungsunterlagen erhalten Architekten für die Ausschreibung?

Auf Anfrage stellen wir Ausschreibungstexte je Produktkategorie, Produktregister und Katalogunterlagen als PDF, CAD-Daten als DXF und DWG (Profilbibliothek und Variantenzeichnungen) inklusive PDF-Profilübersicht sowie Sonderauftragsformulare für nicht-rechteckige Öffnungen zur Verfügung. Fordern Sie die Unterlagen frühzeitig an, damit die Werkpläne bereits mit den korrekten Profilquerschnitten hinterlegt werden können.

Ist der Ratgeber kostenlos und darf er weitergegeben werden?

Ja. Der 27-seitige Ratgeber «Insektenschutz richtig planen – für Bauherren und Architekten» steht als PDF kostenlos und ohne Registrierung zum Download bereit. Fachpartner, Fachhändler und Planer dürfen ihn gerne an Bauherren und Architekten weitergeben oder auf ihrer Website verlinken.

Wie montiere ich ein Fliegengitter?

Smart-Insektenschutz liefert die Insektenschutzgitter als Massanfertigung und bereit zur Montage. 

Abhängig von der Bauart der Fliegengitter und der Einbausituation vor Ort, können die Insektenschutzgitter ohne Bohren am Fenster eingehängt, im Fenster- oder Türrahmen verschraubt oder geklebt werden.

Spannrahmen werden in der Regel immer ohne Bohren mittels Einhängewinkel an den Fenstern befestigt.

Insektenschutzrollos halten am besten, wenn diese in der Mauerleibung oder am Fensterrahmen verschraubt sind.

Insektenschutztüren mit Montagerahmen lassen sich je nach Untergrund gut verkleben oder alternativ verschrauben.

In jedem Fall ist es ratsam, die Montageart vorher mit dem Fachberater zu besprechen, um Klarheit über die Folgen der Montage zu erhalten. Besonders bei Mietwohnungen kann es sein, dass die Erlaubnis zum bohren und schrauben vorher vom Verwalter eingeholt werden muss.